01.09.2011

Ordnung im Büro

Durch Aufräumen zur Weitsicht


Papierberge auf dem Schreibtisch, überquellende Bücherregale und sich stapelnde Aktenordner. Wer so arbeitet, fühlt sich über kurz oder lang unwohl. Es fehlen die Klarheit und Weitsicht. Jetzt ist aufräumen angesagt – bloß, wie soll man der Unordnung Herr werden? Nicht wenige unordentlichen Menschen schämen sich für ihre Unfähigkeit zur Ordnung. Dabei gibt es einige Tricks, mit deren Hilfe das Aufräumen gar nicht so schwer fällt:

  • Entrümpeln: Gehen Sie zu Beginn Ihrer Ordnungsoffensive durch Ihr Büro und trennen Sie sich von allen Gegenständen und Dokumenten, die Sie nicht regelmäßig benutzten. Ein aufgeräumtes Büro wirkt gleich professioneller. Mit der Drei-Kisten-Methode fallen die Entscheidungen leichter: eine Kiste für den Müll, eine für Dinge, die kurzfristig noch gebraucht werden und eine für die „Schätze“. Entscheiden Sie sofort, ob Sie etwas aufheben oder wegwerfen wollen.
  • Struktur: Schaffen Sie eine Struktur für Ihre Arbeitsmaterialien. Jedes Ding braucht einen bestimmten Platz, und zwar möglichst dort, wo man es braucht. Bei schreibender „Kopfarbeit“ ist der Schreibtisch mit dem Computer der Arbeitsmittelpunkt. Nutzen Sie einen Schreibtisch in L-Form mit passenden Beistelltischen und modernen Archivierungssystemen.
  • Regelmäßig: Räumen Sie zu einem regelmäßigen Termin mindestens einmal in der Woche auf. Dann kann nicht so viel anfallen. ist viel einfacher Ordnung zu halten, wenn man jeden Tag ein paar Dinge erledigt und sich nicht alles für große Aufräumaktionen aufspart. Das sorgt nur für Frust. Die beste Zeit zum Aufräumen sind die wenig kreativen Phasen, z. B. zwischen zwei arbeitsintensiven Terminen oder abends am Ende des Arbeitstages.

Die Psychologie des Aufräumens

Wer im Chaos lebt, klebt an der Vergangenheit, sagen Psychologen. Denn mit allen Gegenständen sind Emotionen verbunden – Erinnerungen an Situationen (Urlaub) oder an Menschen. Wer Wegwerfen und damit Loslassen kann, lässt alte Gefühle los und hat mehr Raum für seine Zukunft. Außerdem fördere Unordnung das Aufschieben von Aufgaben. Sich einfach mehr Platz zu verschaffen, indem man in größere Büros zieht, ist auch keine Lösung. Denn dort würde es bald genauso aussehen wie in der alten Arbeitsumgebung.

Krankhafte Messies leiden meist unter einem übertriebenem Perfektionismus. Wenn sie nicht den optimalen Platz für alles finden, fangen sie lieber gar nicht erst an aufzuräumen. Auch Pedanten, die Überordentlichen, haben meist ein Perfektionsproblem. Sie verlieren sich in Kleinigkeiten, verzetteln sich und verlieren den Überblick. Sie haben eine genaue Vorstellung davon, wie die Dinge auszusehen haben und geraten dadurch auch schon mal in Konflikte mit ihren Mitmenschen. So kann auch Ordnung zum Lebenshindernis werden. Mit kleinen Schritten hin zu einem „alle Fünfe gerade sein lassen“ kann man sich von dem zeitintensiven Verhalten befreien.